
Ess-Brech-Sucht
Die Krankheit "Bulimia Nervosa"
wird im alltäglichen als Ess-Brech-Sucht bezeichnet. Hierbei
handelt es sich um eine Essstörung, die mit Heißhungerattacken
unmittelbar in Zusammenhang steht. Den Essanfällen folgt unmittelbar
danach der Selbstausgelöste Erbrechensprozess. Auch kann es
gleichzeitig zum Medikamentenmissbrauch kommen, um die für
den Erankten "drohende" Gewichtszunahme abzuwenden.
Neben der Ess-Brech-Sucht gibt es auch
die Krankheit "Magersucht", die sich jedoch grundlegend
darin unterscheidet dass die Betroffenen meist normal- und nicht
untergewichtig sind. Nebenher gibt es noch das "Binge Eating",
wo die Erkrankten jedoch von dem für Bulimiker typische Erbrechen
nicht eingeholt werden.
Betroffen von der Ess-Brech-Sucht sind
zu 90% Frauen, die meistens im Alter von 18-35 Jahren darunter leiden.
Was sind die Ursachen der Krankheit?
Psychische und familiäre Belastungen sind oftmals maßgeblich
für die Krankheitsentstehung. Jedoch ist des Öfteren auch
das übertriebene Schlankheitsideal der Gesellschaft der Grund.
Welche Symptome sind Warnzeichen,
die es zu beachten gilt?
- Essanfälle
- Depressivität (darunter Selbstvorwürfe)
- Erbrechen
- Folgeschäden des Erbrechens (Bsp.: Karies, Elektrolytmangel)
Die Betroffenen versuchen dabei die
krankheitsbedingte Essstörung von der Umwelt fernzuhalten.
Dies führt dazu, dass durchschnittlich erst nach fünf
Jahren die erste Arztbehandlung stattfindet.
Was kann der Arzt tun?
Die ärztliche Indikation geht zunächst an die Normalisierung
des Essverhaltens heran. Dies ist grundlegend für den Behandlungserfolg
maßgeblich. Parallel erfolgt die wichtige psychotherapeutische
Behandlung, die den Grund der Erkrankung an den tag bringen soll.
Dies vor allem um die Ursache verarbeiten und beheben zu können.
Wie sehen die Erfolgschancen aus?
- 40% der Fälle können eine deutlichen Verbesserung verzeichnen
- 20% der Patienten kommen zu einer geringen Besserung
- der "chronische" restliche Krankheitsverlauf kann durch
eine Therapie nicht verbessert werden
Entscheidend ist der Zeitpunkt der
Behandlung, bei anfänglichem Krankheitsverlauf ist weder der
psychische noch der physische Schaden stark ausgeprägt und
kann einfacher regeneriert werden.
Weiterführende Interntlinformationen:
Essbrechsucht bei Netdoktor.de
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