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Eine schwere bakterielle Infektionskrankheit,
die meist im Dünndarm auftritt, wird Cholera (Gallenbrechdurchfall)
genannt. Dabei kommt es zu starkem Durchfall und Erbrechen. Es besteht
die Gefahr einer schnellen Austrocknung (Exsikkose) mit Elektrolytverlust.
Oft laufen Infektionen asymptomatisch ab (etwa 85 %). Die Letalität
bei Ausbruch der Krankheit liegt unbehandelt zwischen 20 und 70
%.
Cholera hat eine Inkubationszeit von
2-3 Tagen und unterteilt sich in 3 Stadien.
Im ersten Stadium kommt es zum Brechdurchfall mit oft dünnflüssigem
Stuhl und Schleimflocken ("Reiswasserstuhl"). Schmerzen
im Bauch entstehen eher selten.
Im zweiten Stadium entsteht ein Mangel an Flüssigkeit (Exsikkose).
Der Körper zeigt Untertemperatur an. Eine spitze Nase, eingefallene
Wangen und stehende Hautfalten sind im Gesicht zu sehen.
Das dritte Stadium ist markant für Fieber, Verwirrtheit, Benommenheit,
Koma und Hautausschlag. Komplikationen in Form von Lungenentzündung,
Entzündungen der Ohrspeicheldrüse und Sepsis können
ebenfalls auftreten.
Große Gefahr der Ansteckung besteht für Menschen mit
der Blutgruppe 0. Am geringsten ist das Ansteckungsrisiko bei der
Blutgruppe AB. Bei der Cholera-Erkrankung
treten typische Beschwerden auf. Mit Hilfe des bakteriologischen
Erregernachweises im Stuhl bzw. im Erbrochenen wird die Krankheit
erkannt
In den armen Ländern ist Cholera
besonders oft vertreten, da Trinkwasser- und Abwassersysteme nicht
separat sind. Durch das mit Choleraerregern verunreinigte Trinkwasser
kann Cholera entstehen. In Fäkalien und in verschmutztem Fluss-
und Meerwasser sind Choleraerreger besonders vertreten. Auch Fische
und andere Nahrungsmittel aus dem Meer oder aus Flüssen können
mit Choleraerregern belastet sein. Eine ausreichende hygienische
einwandfreie Versorgung gibt es nur in den Industrieländern,
wo Cholerafälle eher selten auftreten. Gefährlich und
weit verbreitet ist die Krankheit in den Entwicklungsländern.
In Deutschland müssen Fälle von Cholera gemeldet werden.
Wie eine Epidemie kann sich diese Krankheit ausbreiten.
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