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akute gastritis

Die Magenschleimhaut sorgt für genügend Magensäure. Ist sie entzündet, so handelt es sich um Akute Gastritis. Die Schleimhaut ist von einer Schleimschicht umgeben und bietet Schutz. Die Zusammensetzung des Magensaftes und die Ausschüttung beim Essen werden von speziellen Zellen im Magen hormonell gelenkt. Kommt es zu Störungen, so kann die Schleimhaut nicht mehr vor dem Magensaft schützen.

Was sind die Auslöser?
Der Genuss von schleimhautreizenden und giftigen Stoffen (Alkohol) oder körperliche Stresssituationen (Unfall, Krankheit), sowie Bakterien (Salmonellen) schädigen die Schleimhaut. Zu kleine Mahlzeiten wirken auch störend auf die empfindliche Magenschleimhaut. Medikamente gegen Entzündungen und Schmerzen, oder kortisonhaltige Mittel und Zytostatika haben als Nebenwirkung die Magenschleimhautentzündung. Starke Reize auf das Nervensystem durch große Verletzungen (Operation, Verbrennung, Gehirnerkrankung) führen auch zur Magenentzündung. Runners Stomach heißt die spezielle Form der akuten Gastritis bei Leistungssportlern.

Welche Folgen hat die Krankheit?
Bei lang anhaltender Schleimhautreizung kann es zu größeren Schleimhautschädigungen und chronischer Gastritis und letztendlich zu Magengeschwüren kommen.
Erosive Gastritis liegt vor, wenn die Schleimhaut stark angegriffen ist und Blutungen entstehen, indem der Stuhl teerartig schwarz ist und das Erbrochene kaffeesatzartiges Blut aufweist. In diesen Fällen sofort einen Arzt aufsuchen bzw. ins Krankenhaus fahren.
Vorbeugende Maßnahmen:
Der beste Schutz ist ein ruhiger Lebenswandel mit kleinen Mahlzeiten und so wenig wie möglich Alkohol, Schmerzmittel, Kaffee und Zigaretten.

Welche Symptome treten auf?
Bei einem Druckgefühl im Oberbauch, oft mit Übelkeit, aber selten mit Erbrechen, handelt es sich um akute Gastritis. Der Schmerz erhöht sich beim Druck auf den Magen. Auch Appetitlosigkeit und Völlegefühl können auftreten und meist herrscht ein unangenehmer Geschmack im Mund mit stetigem Aufstoßen.
Befund:
Magenspiegelung (Endoskopie, Gastroskopie) ist die beste Möglichkeit, um die geschädigte Magenschleimhaut direkt zu bewerten und auch Gewebe heraus nehmen zu können. Mit Hilfe dieser Untersuchung kann die Krebserkrankung oder das Magengeschwür verworfen werden.

Welche Therapie ist ratsam?
Vermeidung von Nahrungs- oder Genussmittel (keine scharfen Speisen), die dem Magen schaden. Der Patient sollte während der Beschwerdezeit kaum Nahrung zu sich nehmen bzw. fasten. Danach sollte eine Aufbaukost gewählt werden. Medikamente (Antazida) und H2-Blocker finden kaum Anwendung.
Erfolge verzeichnen sich oft innerhalb weniger Tage.

Wie kann eine Selbstbehandlung erfolgen?
Pflanzliche Wirkstoffe, wie Tees von der Galantwurzel und Kamillenblüten sind entzündungshemmend und heilend. Orangenschalen oder isländisches Moos unterstützen bei Appetitlosigkeit und Adornkraut bei Völlegefühl.